Behinderung "erfahren"

Barrierecheck in eurer Stadt

Besonders interessant ist es, einen so genannten Barrierecheck durchzuführen. Das heißt, dass ihr in eurer Schule, in der Stadt oder in eurem Dorf austestet, wo Menschen mit Behinderung auf Schwierigkeiten stoßen. Verbindet zum Beispiel einem von euch die Augen und gebt einem anderen Ohrstöpsel, damit er nichts mehr hört. Die unter euch, die eine Behinderung haben, können den anderen in der Gruppe zeigen, wo sie Schwierigkeiten haben. Ideal wäre es, wenn ihr auch einen oder mehrere Rollstühle zur Verfügung hättet.

© Handicap International
Ein Rollstuhlfahrer, dem von anderer Person in eine Straßenbahn geholfen wird. Wegen der Stufe ist dies schwierig.

Euch wird auffallen, dass es im Alltag behinderter Menschen unglaublich viele Hindernisse gibt. Wechselt die Fußgängerampel nur von rot auf grün oder gibt es einen Signalton für Sehbehinderte? Sind die Gänge in den Geschäften breit genug für einen Rollstuhlfahrer? Die Waren so angeordnet, dass man nach ihnen von einem Rollstuhl aus greifen kann? Gibt es in der Schule Aufzüge, behindertengerechte Toiletten und könnte ein Rollstuhlfahrer problemlos mit dem Schulbus fahren?

In der Schule könnt ihr die Orte, die Schwierigkeiten bereiten, kennzeichnen und euren Schulleiter über das Ergebnis informieren. Sicher ist es auch sinnvoll, Geschäftsbesitzer auf die Probleme aufmerksam zu machen. Es wäre doch toll, wenn durch euer Engagement die Hindernisse nach und nach aus dem Weg geräumt würden!

Hier könnt ihr einen Bericht über einen Barrierecheck in München lesen.

Spiele zur Sensibilisierung

Eine neue Art zu schreiben:

Rechts- oder Linkshänder spielt keine Rolle: Ihr müsst so gut und so schnell wie möglich mit einem Pinsel im Mund oder zwischen den Zehen schreiben. Eine sehr ungewöhnliche Art zu schreiben, die aber auch Menschen benutzen müssen, die ihre Hände nicht gebrauchen können.

 

Sitztennis:

Für die geübten Spieler oder Liebhaber des kleinen gelben Tennisballs unter euch wird das Spiel ein bisschen schwieriger gemacht. Spielt mit eurem Gegner, aber bleibt dabei auf einem Stuhl sitzen. Die Schläge bleiben die gleichen, aber eure Beweglichkeit ist stark eingeschränkt: Nur euer Oberkörper kann sich bewegen. Die Aufschläge und Rückhand bringen euch nichts, wenn ihr euch eurer Einschränkung nicht bewusst seid.

Stand: 02/2009

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