Filmtipps zum Thema Behinderung

RUBIN, Henry Alex / SHAPIRO, Dana Adam (2007): Murderball (Dokumentarfilm)

Ein Dokumentarfilm über an Armen und Beinen gelähmte Menschen, die einen Sport ausüben, der ähnlich körperorientiert ist wie Rugby. Sie spielen im Rollstuhl sitzend und zeigen außergewöhnlichen Mut, um die Hindernisse zu überwinden, die sie von den Paralympischen Spielen in Athen trennen.

 

SCHNABEL, Julian (2007): Schmetterling und Taucherglocke

Am 8. Dezember 1995 fällt Jean-Dominique Bauby, Journalist und Vater zweier Kinder, nach einem schweren Schlaganfall in ein tiefes Koma. Als er wieder erwacht, sind all seine motorischen Fähigkeiten beschädigt. Er leidet am so genannten "Locked-In-Syndrom" – was soviel bedeutet wie "in sich selbst eingeschlossen sein"– und kann sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen und nicht einmal mehr ohne Hilfe atmen. Nur sein Auge kann er noch bewegen. Dieses Auge wird zu seiner Verbindung mit der Außenwelt, mit den anderen, mit dem Leben. Um "ja" zu sagen, zwinkert er einmal, für "nein" zweimal. Mit seinem Auge zieht er die Aufmerksamkeit seiner Besucher auf einen Buchstaben des Alphabets, das man ihm aufsagt, und bildet so Wörter, Sätze und sogar ganze Texte. Mit seinem Auge schreibt er das Buch "Schmetterling und Taucherglocke". Dafür prägt er sich über Wochen hinweg jeden Morgen Sätze ein, bevor er sie diktiert… Eingesperrt in der Taucherglocke seines Körpers, in der Schmetterlinge fliegen, schickt er uns Bilder einer Welt, in der es nichts gibt als einen wachen Geist. Abwechselnd sarkastisch und enttäuscht hat Jean-Do nur noch die Worte um die winzigen Teile einer Existenz auszuleben, die e rals mutiert beschreibt…Preis für die Beste Regie des Filmfestivals in Cannes 2007

 

BONNAIRE, Sandrine (2007): Elle s’appelle Sabine (Dokumentarfilm)

Ein einfühlsames Portrait von Sabine Bonnaire, einer 38-jährigen Autistin, das von ihrer Schwester aufgenommen wurde, die ihr sehr nahe steht. Es erzählt ihre Geschichte durch Privatvideos, die über 25 Jahre hinweg von der Schauspielerin aufgenommen wurden und zeigt ihr Leben heute in einem Pflegeheim. Der Dokumentarfilm stellt eine fesselnde Persönlichkeit vor, deren Entwicklung und vielseitigen Talente von einem schwachen Betreuungssystem zermalmt wurden. Nachdem sie fünf lange und tragische Jahre in einer psychiatrischen Klinik verbracht hat, erfreut sich Sabine nun wieder des Lebens in einem Pflegeheim im französischen Departement Charente – selbst wenn ihre Persönlichkeit verändert bleibt. Der Film zeigt den Mangel an speziellen Betreuungszentren und dessen dramatische Folgen.

 

STANTON, Andrew (2003): Findet Nemo

In den tropischen Gewässern des Great Barrier Reef führt der Clownfisch Marlin mit seinem einzigen Sohn, Nemo, ein ruhiges Leben. Er fürchtet den Ozean und seine unberechenbare Gefahren und gibt sein Bestes, um seinen Sohn zu beschützen. Aber Nemo hat Charakter. Er hat eine verkümmerte Flosse und will beweisen, dass er trotzdem normal schwimmen kann. Da er ein furchtloser kleiner Clownfisch ist, wagt sich Nemo weiter über das Korallenriff hinaus als erlaubt ist, um seine Freunde zu beeindrucken und ihnen zu zeigen, dass er trotz seiner Behinderung so gut schwimmen kann wie sie.

 

BREITMAN, Zabou (2002): Claire

Die Klinik "Aux Ecureuils" (Bei den Eichhörnchen) nimmt Menschen auf, die nach und nach Gedächtnis und Orientierung verlieren. Dort lernen sich Philippe und Claire kennen, lieben und verstehen. Claire, die langsam immer mehr vergisst, schenk tPhilippe ihr Gedächtnis. "Claire" ist kein Film über die Krankheit, sondern eine erschütternde Liebesgeschichte. Dieser Film behandelt ein schwieriges Thema und hebt dabei hervor, wie wichtig es ist, Menschen zu betreuen, egal an welcher Krankheit sie leiden.

 

ADAMSON, Andrew (2001-2007) Shrek 1 / Shrek 2 / Shrek 3

Shrek ist ein zynischer Oger (Märchenwesen), der im Laufe seiner Abenteuer die schöne Prinzessin Fiona aus den Fängen eines Drachen befreit. Doch Fiona verbirgt ein Geheimnis: Des Nachts verwandelt auch sie sich in einen Oger. Nachdem die beiden geheiratet haben, werden sie von Fionas Eltern in ihr Königreich zum Essen eingeladen. Diese wissen aber nicht, dass ihre Tochter ihnenz wei gute Nachrichten mitteilen will: Sie ist ein hinreißender Oger geworden und mit einem Oger verheiratet. Dieser Animationsfilm zeigt mit Humor, wie es zwei sich liebende Menschen schließlich schaffen, dass ihre Andersartigkeit akzeptiert wird.

 

VAN DORMAEL, Jaco (1996): Am achten Tag

Harry ist ein einsamer Mann, der sein ganzes Leben seiner Arbeit widmet. Doch alles ändert sich, als er Georges kennen lernt, der am Down-Syndrom leidet und nur den Augenblick lebt. Diese beiden grundverschiedenen Männer werden zu unzertrennlichen Freunden.

 

LINK, Caroline (1996): Jenseits der Stille

Laras Eltern sind taubstumm. Da sie das einzige Familienmitglied ist, das hören und sprechen kann, muss sie oft für ihre Eltern dolmetschen. In der Schule läuft es nicht so gut, dafür begeistert sich Lara aber für die Klarinette, die sie in die Welt der Musik entführt. Da er die Musik nicht versteht, vergrößert ihr Vater die Kluft zwischen sich und seiner Tochter immer mehr. Die Geburt einer kleinen Schwester und der Unfalltod der Mutter verstärken diese Distanz noch. Sie reden ständig aneinander vorbei und müssen beide lernen, miteinander umzugehen, um endlich wieder zueinander zu finden…

 

ZEMECKIS, Robert (1994): Forrest Gump

Forrest Gump, Ende der 40er Jahre in einem kleinen Ort im Süden geboren, hat einen unterdurchschnittlichen Intelligenzquotienten. Er erzählt jedem, der sie hören will, seine seltsame Lebensgeschichte. Er hat alles gesehen und alles gemacht, ohne zu verstehen, was ihm passiert, hat völlig naiv fast ein halbes Jahrhundert amerikanischer Geschichte erlebt und auf den Kopf gestellt.

 

BURTON, Tim (1991): Edward mit den Scherenhänden

Edward ist das unvollendete Geschöpf eines alten, zu früh verstorbenen Erfinders. Anstelle von Fingern hat er Scheren und lebt zurückgezogen in einem entlegenen Schloss, bis ihn eines Tages Peg, eine Kosmetik-Beraterin, entdeckt und beschließt, ihn mit zu sich nach Hause zu nehmen. Dort kann er Nutzen aus seiner Behinderung ziehen: Er stutzt Hecken, frisiert Hunde, schneidet seinen Nachbarn die Haare und wird bald wider Erwarten zum Liebling der Stadt. Doch dann verliebt sich Pegs Tochter Kim in ihn…

 

LEVINSON, Barry (1989): Rain Man

Als sein Vater stirbt, erbt der gestresste Geschäftsmann Charlie Babbitt einen alten Buick, auf den er schon lange ein Auge geworfen hat, sieht sich aber um etwa drei Millionen Dollar gebracht, die an einen Unbekannten in der psychiatrischen Klinik Wallbrook gehen. Charlie fährt nach Wallbrook und entdeckt den glücklichen Begünstigten. Es handelt sich um den Autisten Raymond, den er als Kind "Rain Man" nannte, mit dem er seine einzigen glücklichen Kindheitserinnerungen verbindet – und der niemand anders ist als sein Bruder.

 

LYNCH, David (1981): Der Elefantenmensch

Dieser Spielfilm zeigt, dass nicht immer diejenigen die Monster sind, die so aussehen. Frederick Treves entdeckt 1884 in London John Merrick, einen vollständig entstellten und unförmigen Mann, der zu einer Jahrmarktattraktion geworden ist. Der Arzt ist von dieser Missbildung beeindruckt, die darauf zurückzuführen ist, dass die Mutter des jungen Mannes während der Schwangerschaft von einem Elefanten umgeworfen wurde. Er kauft Merrick und entreißt ihn so der Gewalt seines Besitzers und der täglichen Erniedrigung, als Spektakel vorgeführt zu werden. Der Chirurg glaubt, dass "das Monster" von Geburt dumm war. Er entdeckt jedoch schnell, dass Merrick ein verletzlicher, intelligenter und sehr feinfühliger Mann ist.

 

Stand: 02/2009

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