Landminen

Verwendung und Funktionsweise

Landminen können entweder gegen Fahrzeuge oder gegen Menschen gerichtet sein. Sie werden durch Minenwerfer oder Flugzeuge auf dem Boden verlegt und bleiben solange aktiv, bis sie durch eine Berührung ausgelöst werden, das heißt, sie können noch Jahrzehnte nach Ende eines Kriegs gefährlich sein. Heute liegen Schätzungen zufolge ca. 110 Millionen Minen weltweit verteilt.

Ein Entminer im blauen Schutzanzug steht auf einem Feld und sucht den Boden nach Minen und Streubomben ab.

 

Anti-Personen-Minen

Es gibt mehr als 360 Arten von so genannten Anti-Personen-Minen, zum Beispiel Tretminen oder Splitterminen. Viele von ihnen sind so konzipiert, dass sie einen Menschen beim Betreten nicht töten, sondern stark verletzen und verstümmeln. Weil diese Minen auch noch nach dem Konflikt aktiv bleiben, ist besonders die Zivilbevölkerung von der ständig lauernden Gefahr betroffen. Die am meisten betroffenen Länder sind zum Beispiel Afghanistan, Kambodscha, Kolumbien, Tschetschenien, Laos und Angola. Hier liegen die Minen unter anderem in Wäldern, auf Wegen und in Äckern oder Reisfeldern, so dass sich täglich neue Unfälle ereignen.

 

Das Verbot von Anti-Personen-Minen

Anfang der 90er-Jahre haben sich viele internationale Organisationen zu einer Internationalen Kampagne gegen Landminen zusammengeschlossen. Unter ihnen waren auch viele Opfer von Minen. Sie alle gemeinsam haben erreicht, dass 1997 von 123 Staaten das Abkommen von Ottawa unterzeichnet wurde, das die Herstellung und Verwendung von Anti-Personen-Minen untersagt. Handicap International ist Mitbegründer der Internationalen Kamapgne gegen Landminen, die eine der größten Bürgerinitiativen der Welt bildet und ohne die der Vertrag von Ottawa sicher niemals zustande gekommen wäre. Der Kampagne wurde für ihr Engagement 1997 den Friedensnobelpreis verliehen.

Seither ist der Mineneinsatz zurückgegangen und die Minenräumung konnte viele Gebiete säubern. Aber: Es dürfen immer noch Anti-Fahrzeug-Minen produziert werden, die zum Teil auch von Menschen ausgelöst werden können. Und die wichtigsten Produzenten haben das Abkommen nicht unterschrieben (China, Russland, USA…).

 

 

Stand: 02/2009

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