Gefährlicher Alltag mit Streubomben im Libanon

Klein und unscheinbar hängen sie in den Ästen von Orangen- und Olivenbäumen. Sie lauern zwischen den Blättern im dichten Gestrüpp. Sand, Dreck und Laub haben sie auf dem Boden zugeweht und nahezu unsichtbar gemacht. Sie sind gefährlicher als die viel größeren Minen, die von Soldaten im Boden vergraben werden: die Minibomben, die aus Flugzeugen, von Artillerie oder Raketen jeweils über ein weites Gebiet ohne genaues Ziel verstreut werden. Mehr als die Hälfte von ihnen bleiben meistens als Blindgänger oder mit absichtlicher Spätzündung liegen. Sie explodieren mit entsetzlichen Splittern. Überall, wo man sie benutzt, bedeuten sie Tod oder schwere Verletzungen für unbeteiligte Zivilisten. Unter ihnen besonders viele Frauen und Kinder.
„Cluster Bombs“ nennt man sie, auf deutsch: Streubomben.
Seit vielen Jahren bemühen sich internationale Organisationen unermüdlich, ihr Verbot zu erreichen. Zuletzt hat Israel mehr als eine Million Cluster Bombs im Libanon abgeworfen.

Wie Früchte hängen sehr viele Blindgänger in den Bäumen und stellen eine große Gefahr für die Bevölkerung dar, da man sie kaum erkennt. © U. Meissner für Handicap International
Streumunition im Libanon

Stand: 11/2008

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