Engracia aus Angola

© Handicap International
Engracia steht lächelnd in einem Rehabilitationszentrum und zeigt dem Fotographen eine Minenaufklärungsbroschüre

Engracia aus Angola hat auf der Flucht bei einem schweren Unfall ihre Großmutter und ihr rechtes Bein verloren.

Handicap International: Wie kam es zu deinen schweren Verletzungen?

Engracia: Ich habe mit meiner Familie in Ngongoinga gewohnt. Da dieses Gebiet besonders schwer von Minen verseucht ist, wollten wir zusammen nach Huambo flüchten. Das liegt 12 km von unserem Dorf entfernt.

Handicap International: Wieso musstet ihr fliehen?

Engracia: Hier in Angola herrschte lange Zeit Bürgerkrieg. Deshalb ist das Land immer noch sehr stark von Minen verseucht. In Ngongoinga war es besonders schlimm. Meine Eltern hatten große Angst um uns Kinder und wollten deshalb in eine Stadt, in der nicht so viele Minen lagen.

Handicap International: Wie lief die Flucht ab?

Engracia: Als ein Auto in unser Dorf kam, nutzten wir die Gelegenheit und fuhren mit in Richtung Huambo. Doch kurz nachdem wir losgefahren waren, hat es einen lauten Knall gegeben... dann erinnere ich mich an nichts mehr.

Handicap International: Was war geschehen?

Engracia: Ich wachte im Krankenhaus wieder auf. Meine Eltern sagten mir, dass das Auto auf eine Anti-Fahrzeug-Mine gefahren sei. Bei der Explosion wurde meine Großmutter getötet und mein Vater und ich schwer verletzt. Wir kamen beide ins Krankenhaus, wo man mir mein rechtes Bein amputiert hat.

Handicap International: Welche Folgen hatte die Amputation für dich?

Engracia: Ich war sehr traurig und meine Mitschüler haben mich häufig ausgelacht.

Handicap International: Und wie sieht es heute aus?

Engracia: Dank der Hilfe von Handicap International und dem Orthopädiezentrum des Roten Kreuzes geht es mir viel besser. Ich habe eine Prothese bekommen und kann sogar wieder mit meinen Freundinnen Seilspringen spielen.

Handicap Intenational: Und was wünschst du dir für deine Zukunft?

Engracia: Ich möchte Krankenschwester werden, um anderen Menschen so zu helfen, wie mir geholfen wurde.

Stand: 11/2008

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