Kambodscha

Die Flagge von Kambodscha. Sie hat drei horizontale Streifen in Blau, Rot und Blau. Der rote Streifen ist doppelt so breit wie ein blauer Streifen. Im Zentrum zeigt sie in weiß Angkor Wat, einen wichtigen Tempel in Kambodscha.

Kambodscha liegt in Südostasien, am Golf von Thailand. Es grenzt an Thailand, Laos und Vietnam und ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Hauptstadt von Kambodscha heißt Phnom Penh.

Durch den langen Vietnamkrieg und die gewaltvolle Herrschaft der Roten Khmer wurden Landschaft und Bevölkerung schwer geschädigt. Bis heute hat sich das Land von diesen Zeiten nicht erholt. Es gibt viele HIV-Patienten sowie Kriegs- und Minenopfer. Das schlechte Gesundheitssystem macht die richtige und ausreichende Behandlung der Kranken jedoch sehr schwierig.

85 % der Bevölkerung der ehemaligen französischen Kolonie leben von der Landwirtschaft, die vor allem auf Reisfeldern betrieben wird. Da allerdings der Großteil der Felder durch Minen verseucht ist, können sie nicht genutzt werden. Kambodscha ist durch den Krieg auch heute noch eines der am stärksten verminten Länder der Welt. Immer noch gibt es rund sechs Millionen Minen und andere nicht explodierte Sprengkörper. Sie stellen eine große Gefahr für jeden unschuldigen Zivilisten dar.

Etwa 36 % der 13,3 Millionen Kambodschaner leben unterhalb der Armutsgrenze. Das bedeutet, sie leben von weniger als einem Euro am Tag. Dies bewegt viele Eltern dazu, ihre Kinder nach Thailand zu „vermieten“ oder zu verkaufen. Meist wird den Eltern dabei viel Geld und eine bessere Zukunft für ihre Kinder versprochen. Das Leben in dem fremden Land bringt den Kindern aber nur noch mehr Probleme: Oft müssen sie für ihren Käufer betteln gehen, schwere Arbeiten verrichten oder sie werden zur Prostitution gezwungen. Falls die Kinder eines Tages in ihre Heimat zurückkehren, sind sie in den meisten Fällen krank und HIV-infiziert.
Drei Viertel der Straßenkinder, die in Kambodscha leben, sind drogenabhängig.

Der Tourismus wird aufgrund des kulturellen Reichtums für Kambodscha immer bedeutender. 2005 betrug die Zahl der Touristen 1,4 Millionen und 2006 stieg sie um weitere 20 % auf 1,7 Millionen. Obwohl der Bürgerkrieg 1991 beendet wurde, gibt es sogar in unmittelbarer Nähe der berühmten Tempelanlagen immer noch ungeräumte Minenfelder.

Kambodscha bei Wikipedia

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Stand: 11/2008

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