Endrit aus dem Kosovo

© Handicap International
Endrit und seine Schwester sitzen auf der Treppe zu ihrem Haus. Endrit spielt mit seiner Prothese, seine Schwester mit ihren Kniestrümpfen.

Endrit aus dem Kosovo verlor bei einer Minenexplosion sein rechtes Bein, als er acht Jahre alt war.

Handicap International: Hallo Endrit. Wo ist denn der schreckliche Unfall passiert, der zur Amputation deines rechten Beines geführt hat?

Endrit: Hinter unserem Haus. Als ich noch sehr klein war, gab es bei uns einen Krieg, wegen dem meine Eltern mit mir geflohen sind. Als wir zurückkamen, zogen wir wieder in unser Haus, das zum Glück nicht kaputt gebombt worden war. Das von meiner Tante war ganz verbrannt, weshalb sie zu uns gezogen ist.

Handicap International: Wie genau kam es zu dem Unfall?

Endrit: Als endlich einmal wieder die Sonne schien, spielte ich mit meiner kleinen Schwester an einem Hügel hinter unserem Haus. Ich sah eine schöne Blume und wollte sie für unsere Mama pflücken. Plötzlich hörte ich einen Knall – und dann weiß ich nichts mehr.

Handicap International: An was erinnerst du dich denn noch?

Endrit: Ich wachte im Krankenhaus auf und der Arzt hat mir gesagt, dass ich auf eine Mine getreten bin. Ich war so schwer verletzt, dass die Ärzte mir meinen rechten Unterschenkel amputieren mussten.

Handicap International: Wie ging es dann weiter?

Endrit: Ich war sehr traurig, und auch meine Mama hat ständig geweint. Aber jetzt geht es mir schon wieder viel besser.

© Handicap International
Endrit lernt in bei der Physiotherapie in einem Rehabilitationszentrum mit seiner Prothese zu laufen. Damals brauchte er noch eine Krücke und die Hilfe von einem Pfleger.

Handicap International: Was hat dazu beigetragen, dass es dir jetzt so viel besser geht?

Endrit: In einer Werkstatt beim Krankenhaus wurde mir eine Prothese angefertigt. Außerdem habe ich mit einem Physiotherapeuten Übungen gemacht, um mit diesem neuen Bein laufen zu lernen.

Handicap International: Und machst du schon Fortschritte?

Endrit: Ja! Schon am ersten Tag konnte ich auf der Prothese stehen. Der Mann, der mit mir zusammen die Übungen macht, war sehr erstaunt. Er hat sogar gesagt, dass ich bald schon wieder Fußball spielen kann. Darauf freue ich mich riesig!

Stand: 11/2008

 
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