Kosovo

Eine Landschaft im Kosovo. Im Vordergrund ist ein Feld mit einzelnen roten Blumen, weiter hinten stehen Häuser und dahinter sieht man Berge.

Der Kosovo befindet sich im Zentrum der Balkanhalbinsel und grenzt an Albanien, Montenegro, Serbien und Mazedonien. Mit 2,1 Millionen Einwohnern und ca. 10.800 Quadratkilometer Fläche zählt dieses Land zu den kleineren Ländern Europas. Es wird mehrheitlich von Albanern bewohnt, aber auch von 5 % Serben und 4 % übrigen Minderheiten. Die drei vorherrschenden Religionen sind der Islam, das Christentum und die serbisch-orthodoxe Kirche.

Nach dem Krieg mit Serbien bekam der Kosovo im Jahr 1999 innerhalb des ehemaligen Jugoslawiens (heutige Republik Serbien) den Status eines autonomen Territoriums unter UN-Verwaltung. Es handelt sich also offiziell um eine Provinz in Serbien mit der Hauptstadt Priština. Im Kosovo selbst nennen die Leute ihr Land aber die „Republik Kosovo“ – sie sehen sich also als eigenständiges Land, das jedoch von den Serben und vielen anderen Staaten nicht anerkannt wird.

Der Kosovo zählt zu den ärmsten Regionen Südosteuropas. Die Armut der Bevölkerung steigt stetig an. Auf ein Angebot von 325.000 Arbeitsplätzen kommen eine Million Arbeitsfähige, und jedes Jahr werden es 36.000 junge Leute mehr, die arbeiten wollen. Die Wirtschaft des Landes hängt in hohem Maße von Finanzzuflüssen durch andere Länder ab.

Junge Menschen haben aber nicht nur bei der Arbeitssuche Probleme, sondern sind oftmals auch durch die vorherrschende Gewalt sowie die Zerstörung und Vertreibung während des Krieges traumatisiert. Dies ist eine sehr lang anhaltende Folge des Krieges, genauso wie nicht explodierte Streumunition und Landminen, die überall auf den Böden liegen geblieben sind. Diese so genannten explosiven Überreste sind noch lange nach den kriegerischen Auseinandersetzungen eine große Gefahr für die Bevölkerung, weil zum Beispiel Kinder beim Fußball spielen auf eine Mine treten können und dabei stark verletzt oder getötet werden. Auch Unfälle mit Landwirten stehen auf der Tagesordnung, weil sie bei der Bewirtschaftung ihrer Felder auf tödliche Minen oder Submunitionen stoßen.

Der Kosovo bei Wikipedia

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Stand: 11/2008

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