Dam

© Z. Johnson / Handicap International
Der schwer verletzte Dam nach seinem Unfall

Dam lebt in der Provinz  Savannakhet  im Nordwesten Laos.
Im August 2001 wurde er  von einer nicht explodierten Submunition einer Streubombe aus dem Vietnamkrieg lebensbedrohlich verletzt.

 

Handicap International: Hallo Dam! Vor einigen Jahren hast du bei einem Unfall mit einer Submunition beinahe das Leben verloren. Bist du heute wieder ganz gesund?

Dam: Ja, ich bin wieder fit und kann alles machen, was andere Kinder auch machen können. Darüber bin ich sehr glücklich! Nur meine vielen Narben erinnern noch an meinen schweren Unfall.

Handicap International: Kannst du dich denn noch daran erinnern wie der Unfall passiert ist?

Dam: Ja sehr genau sogar. Es war ein schöner Tag. Die Sonne schien, als ich mich mit zwei Freunden auf den Weg machte, um im Wald Honig zu sammeln. Dann haben wir einen metallischen Gegenstand gefunden, kleiner als ein Apfel. Aber es war eine Bombe.

Handicap International: Hatte man euch nicht vor solchen Gegenständen gewarnt?

Dam: Natürlich hatte man uns verboten, metallene Gegenstände anzufassen. Meine zwei Freunde wollten mich auch davon abhalten, die Bombe aufzuheben und sind dann davon gelaufen.  Aber ich war einfach zu neugierig!

Handicap International: Ist die Bombe dann gleich explodiert?

Dam: Nein, ich habe sie gegen einen Baum geworfen. Erst beim zweiten Mal ist sie dann explodiert. Bombensplitter haben sich überall in meinen Körper gebohrt und haben schwere innere Verletzungen verursacht. Außerdem habe ich mir den Oberschenkel gebrochen.

Handicap International: Bist du dann sofort ins Krankenhaus gefahren worden?

Dam: Ja, ich hatte großes Glück, dass gerade ein Minenräumungsteam von Handicap International  in der Nähe war. Die haben mich und meinen Vater dann ins Krankenhaus gefahren. Die Fahrt dorthin hat allerdings 4 Stunden gedauert!!! Nach meinem Krankenhausaufenthalt musste ich dann noch für zwei Monate in die Reha.

Handicap International: Was hast du während deiner Zeit im Krankenhaus am meisten vermisst?

Dam: Am meisten vermisst habe ich meine Freunde. Heute bin ich sehr glücklich darüber, dass ich wieder mit meinen Freunden ganz normal spielen kann.

© Handicap International
Heute ist Dam wieder vollkommen gesund und kann wieder mit seinen Freunden spielen

Stand 07/2011

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